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STADTMARKETING KÖLN bezieht sich zur Aussage „Köln ist die prolligste Stadt Deutschlands“

Der Artikel im Feuilleton der Zeitschrift „Zeit“ Nr.4 "Hast Du ein Problem?" von Moritz von Uslar ist Anlass für den Verein STADTMARKETING KÖLN, Stellung zu den Aussagen zu beziehen.

Darin wird Köln als „prolligste Stadt Deutschlands“ bezeichnet. Wir wehren uns dagegen.
Mit diesem Artikel werden eine Million Bürger Kölns beleidigt, die ihre Stadt lieben. Wir wissen, dass es nicht immer nur die schönen Seiten, sondern auch die Probleme gibt, die eine Millionenstadt mit sich bringt. Diese gilt es zu lösen. Aber, ist dies prollig?

Nicht umsonst ist Köln eine wachsende Stadt, die für viele Bürger der Lebensmittelpunkt und äußerst lebenswert ist.

Köln gehört zu den beliebtesten Tourismuszielen, zu den zehn Städten weltweit, die man gesehen haben muss und die über 100 Mio. Tagesgäste jährlich besuchen.

Wir lieben unsere weltweit einzigartige 2000-jährige Geschichte.

Wir lieben die Kunst und Kultur der Stadt- unsere Philharmonie, unsere Oper, unser Schauspielhaus, unsere Museen und unsere freie Kunstszene.

Wir sind froh und stolz, eine Hochburg der Hochschulen mit fast 100.000 Studenten zu sein, mit einer Excellenzuniversität und einer weltweit renommierten Hochschule für Musik und Tanz.

Wir sind multikulturell, denn in Köln leben viele Nationen friedlich und tolerant nebeneinander. Aber, ist dies alles prollig?

Wir haben in Köln viele Probleme, das wissen wir.

Es ist richtig, wir haben viele Baustellen. Es ist richtig, wir haben große Verkehrsprobleme. Es ist richtig, wir haben im Moment Sicherheitsprobleme und sehen uns hoher Kriminalität gegenüber.

Die Probleme sind bekannt, man ist derzeit sehr aktiv, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, damit diese liebenswerte Stadt auch weiter für die Bürger, Touristen und Wirtschaft sicher und attraktiv bleibt. Der neue Polizeipräsident hat den notwendigen Veränderungsprozess erkannt und wird die Maßnahmen dafür ergreifen.

Für uns wirft sich die Frage auf, ob man einen Sündenbock für das bundesweite Fehlverhalten sucht und entsprechend medial positioniert? Denn nicht nur in Köln waren die erschreckenden Übergriffe zu verzeichnen, sondern auch in vielen anderen deutschen Städten.

Auf Köln richtet sich zwar das gesamte öffentliche Interesse, aber durch die Ausschreitungen der Silvesternacht treten die bundesweiten Probleme endlich zutage. Alles, was in der Silvesternacht passiert ist, ist ein bundesweites und nicht ein ausschließlich Kölner Problem. Der personelle Abbau der Polizei bzw. Justiz ist kein Kölner Tatbestand. Hier treten die Probleme hervor, die in der Vergangenheit gemacht wurden und die voraussehbar waren. Köln steht aktuell stark im Fokus und alle anderen betroffenen Städte halten sich zurück.

Wir wehren uns dagegen, dass Köln eine Stadt ist, die man nicht mehr besuchen kann, weil sie prollig ist. In den vergangenen Tagen haben sich viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als Botschafter öffentlich zu Köln bekannt und Kriterien aufgezeigt, in welchen Veränderungsprozess diese Stadt muss.

STADTMARKETING KÖLN als Interessensvertretung der Kölner Wirtschaft wehrt sich gegen die Aussage "Köln ist prollig". Diese Polemik empfinden wir als Affront gegen die Bürger, gegen Wirtschaft und Handel, Kunst und Kultur und gegen die Bildung und Wissenschaft.

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