Skyline mit Markenzeichen neu

Unser Leitbild

Aus Liebe zur Stadt bündelt STADTMARKETING KÖLN als überparteiliche Interessensvertretung die Kompetenzen aus

Wirtschaft & Handel
Bildung & Wissenschaft
Kunst & Kultur

Unter Einbeziehung von Politik und Verwaltung schaffen wir Rahmenbedingungen zur Steigerung der Attraktivität Kölns zum Nutzen unserer Mitglieder.

Unsere Vision

Köln dauerhaft zu einem attraktiven Wirtschafts- und Lebensstandort weiterentwickeln und damit zu den Top-Ten der begehrtesten Städte Europas gehören.

Unsere Mission

STADTMARKETING KÖLN bringt zusammen, aktiviert und bündelt alle relevanten Kräfte für die Realisierung dieser Vision.

Chancen und Möglichkeiten für Innenstädte

Auf Einladung von STADTMARKETING KÖLN trafen sich im Oktober erneut die Stadtmarketing Gesellschaften zum Erfahrungsaustausch zum Thema: „Chancen und Möglichkeiten für Innenstädte“ in Köln.

Hintergrund des Treffens ist die aktuell schwierige Situation in vielen deutschen Innenstädten, die bereits seit mehreren Jahren erkennbar ist und durch die Corona-Pandemie weiter verschärft hat. Die aktuellen Probleme  wurden von den anwesenden Stadtmarketing Gesellschaften ähnlich dargestellt.

Besucherfrequenzen / Kaufverhalten:
In fast allen Innenstädten waren die Frequenzen nach dem Shut Down im Sommer wieder angestiegen, konnten allerdings nicht das Vorjahresniveau erreichen. Die Umsätze blieben demzufolge ebenfalls weit unter den Vorjahreswerten. Schließlich hat die Einführung der Maskenpflicht im Oktober Besuchsfrequenzen und Einkaufsaktivitäten in der realen Welt weiter reduziert. Es verwundert deshalb nicht, dass Umsatzsteigerungen zum Vorjahr primär Online-Einkäufen zu verdanken sind. Überproportional konnten dabei die Handelsbereiche profitieren, die schon in den letzten Jahren Gewinner der Entwicklung waren, also z.B. der Fahrradhandel, Bau- und Heimwerkerbedarf bzw. Nahrungs-und Genussmittel.

Die Teilnehmer am Erfahrungsaustausch von Stadtmarketing Köln erwarten, dass die weiter um sich greifende Etablierung von Homeoffice-Lösungen nicht nur die Pendlerströme reduzieren, sondern auch die Nachfrage in den Innenstädten weiter reduzieren wird.  

Aufenthaltsqualität:
Seit geraumer Zeit  wirken sich die Entwicklungen des Handels auf den Immobilienmarkt und auch auf die innerstädtische Aufenthaltsqualität aus. Besonders deutlich wird dies bei Leerständen, die sich in fast allen Fällen negativ auf das Niveau der jeweiligen Umfelder auswirken. Wird zukünftig der Handel weniger Flächen benötigen,  könnte sich die Multifunktionalität der Innenstädte mit Wohnen, Arbeiten, Shoppen, Freizeit, Dienstleistung, Bildung sowie Kunst & Kultur auf die Immobilienflächennutzung auswirken. 

Spätestens seit den Kommunalwahlen in diesem Jahr ist absehbar, dass zukünftig nachhaltige Konzepte für die Gestaltung der Innenstädte an Relevanz gewinnen werden. Sinkende Frequenzen, das zeigt die Corona-Pandemie, beruhigen die Innenstädte, was sie wieder interessanter für Familien mit Kindern oder auch ältere Bürger macht. Stadtmarketing-Experten aus ganz Deutschland halten es deshalb für besonders wichtig, die Bedürfnisse von Bürgern aller  Generationen in die Entwicklung von Zukunftskonzept für die Innenstädte zu berücksichtigen. Die Grundlagen hierfür sind allerdings heute schon Sauberkeit, Sicherheit und Service. Mängel in diesen Bereichen wirken sich immer negativ auf die Attraktivität jeder Innenstadt aus.

Immobilieneigentümer:
Schlüsselakteure im Zusammenwirken der aktuellen Entwicklungen sind die Immobilieneigentümer, die zukunftsfähige Mischstrukturen für Vermietungen und Handelsnutzungen  ermöglichen und ggfls. Kombinutzungen von Pop Up-Konzepten, klassischen Handelsformen bzw. dem Testen von neuen Formaten eine Chance geben sollten. Erforderlich ist dafür allerdings eine erhebliche Reduzierung der Mietsätze, um die Konzepte auch wirtschaftlich nachhaltig zu etablieren. Dieser Vorschuss zahlt auf eine langfristige Sicherung des Innenstadtstandortes und somit auf die Immobilien ein, wodurch eine langfristige ganzheitliche Städtebauförderung gefördert würde.

Politische Unterstützung:
Klare Signale von Politik und Verwaltung zum Handelsstandort Innenstadt sind genauso wichtig, wie ganzheitliche Zukunfts- und Gestaltungskonzepte mit entsprechenden Förderbudgets, die nicht nur Teilbereiche abdecken und Nutzungsmöglichkeiten des öffentlichen Raumes integrieren.

Die Stadt als Bühne:
Um die Frequenzen auch nach Ladenschluß in der Innenstadt zu halten, könnte zukünftig die Stadt als „Bühne“ genutzt werden. Innovative Lichtkonzepte aber auch Kunst & Kulturprojekte könnten weiterer Ansatzpunkte sein, Städte neu zu definieren und die City attraktiv zu gestalten. Durch das Zusammenwirken der Akteure aus Handel, Gastronomie, Hotellerie, Kunst&Kultur und Freizeit können spartenübergreifende Synergien entstehen, die sich wiederum positiv auf den Standort auswirken.

Die Rolle der Stadtmarketing Gesellschaften:
Den Stadtmarketing Gesellschaften kommt gerade  JETZT  eine wichtige Rolle zu, da sie in jegliche Richtungen vernetzt sind: Wirtschaft-Bürger-Politik-Verwaltung. Sie können die Zusammenarbeit intensivieren und in ihrer Vernetzung Forderungen / Angebote zusammenstellen grenzübergreifend agieren. Übereinstimmung besteht in den Städten, dass viele Themen oftmals in großen Diskussionsrunden thematisiert werden, die Umsetzung aber nur schleppend folgt.

Die Chance liegt in der aktuellen Krise darin, Netzwerke zu schaffen, Partnerschaften zu bündeln und Projekte gemeinsam zu realisieren.

Um die dringend notwendigen Themen umsetzen zu können, wäre ein Innenstadtfond notwendig, bei dem das Stadtmarketing als Fondverwalter im Schulterschluss mit den Akteuren aus Handel, Gastronomie, Kunst&Kultur  Angebote für die unterschiedlichste Zielgruppen / Generationen schafft.

Fazit:
Die City ist für Zukunftsantworten neu zu denken. Denn die Innenstädten werden nicht wieder den Status Quo vor Corona erreichen, da der Handel die größte Krise seit Jahrzehnten aktuell durchläuft
und in vielen Fällen auch nicht überstehen wird.

Städte, die einen Markenprozess durchlaufen haben, kommen vor diesem Hintergrund systematischer zum Erfolg, da sie sich konsequent auf für sich als besonders relevant erkannte Kernthemen konzentrieren, die dann auch konsequent verfolgt und über entsprechende Projekte umgesetzt werden.

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